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Pflegemanagement
27.5.2020

Mitarbeitermotivation - Teil 1

Mein Name ist Ina Grunenberg – Gesundheits- und Krankenpflegerin und Einrichtungsleitung in Elternzeit.

Care Management School
Ina Grunenberg

Aktuell gründe ich die Care Management School – ein Unternehmen, das Führungskräften aus dem Pflegebereich Onlinekurse sowie zahlreiche kostenlose Inhalte rund um das Themenfeld „Leadership im Sozial- und Gesundheitswesen“ bietet.

Das Ziel ist es, Führungskräfte in ihrem Führungsverhalten zu stärken und ihnen einen Weg aufzuzeigen, mit welchem sie nachhaltig und teamorientiert leiten können!

Ich freue mich sehr, einen Artikel für diesen Blog beisteuern zu dürfen. Ein Thema, das mir besonders am Herzen liegt, ist die Motivation unserer Mitarbeiter.

In diesem Artikel findest Du 3 von insgesamt 7 Tipps, die Dir dabei helfen die Motivation Deines Teams zu steigern oder zu erhalten!

1. Tipp: Gehe der Motivation Deines Teams auf den Grund!

Die Motivation Deines Teams/ Deiner Mitarbeiter sollte als gute Leitung stets in Deinem Focus sein!⠀⠀⠀⠀⠀
Wenn Du feststellst, dass die Motivation sinkt oder Du eine schwierige Ist-Situation vor findest  (z.B. bei der Übernahme eines neuen Teams), musst Du zunächst versuchen, den Grund hierfür heraus zu finden. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
Die Generalantworten lauten oft „Fachkräftemangel“ und "Schlechte Bezahlung“?!, aber ganz so einfach ist es dann doch nicht! ⠀⠀

Die Gründe können vollkommen individuell sein, nur einzelne Mitglieder betreffen, können konkret mit der Arbeitssituation vor Ort zu tun haben, können vollkommen unabhängig von Unternehmen und Arbeit sein oder, oder, oder...⠀⠀⠀

⠀⠀⠀⠀⠀⠀
Gehe in offene und wertschätzende Gespräche mit Deinen Mitarbeitern und hinterfrage was sie derzeit beschäftigt, sie demotiviert und was sie sich wünschen. ⠀⠀⠀
Wichtig: Unterstelle Deinem Team und vor allem einzelnen Mitgliedern keine Demotivation, sondern beschreibe was Du wahrnimmst- zunächst ist das ein subjektiver Eindruck Deiner selbst!

2. Tipp: Höre wirklich (!) zu!

Bei Tipp Nr. 1 habe ich Dir empfohlen, mit Deinen Mitarbeitern ein offenes und wertschätzendes Gespräch zuführen und zu ergründen, was sie motiviert, aber auch demotiviert.
Dass Du Dir in einem solchen Gespräch Zeit nimmst, Störungen unterbindest - Deinem Teammitglied also "wirklich zuhörst" ist selbstverständlich.

Aber vor allem, wenn die Initiative für ein Gespräch von einem unserer Mitarbeiter selbst ausgeht, neigen wir dazu es auf unbestimmte Zeit aufzuschieben, nur mit "halbem Ohr zuzuhören"oder den Mitarbeiter sogar "abzuwimmeln", weil es uns in diesem Moment banal und unwichtig erscheint.

Ich wage die Behauptung, dass keine Führungskraft so etwas aus einer Boshaftigkeit heraus macht. Unser Arbeitsalltag ist vollgepackt mit Hürden, die es mit bravurösen Lösungen zu überwinden gilt. Da erscheint Problem Nr. 176 am Montagmorgen, welches zudem nicht dringlich ist, als eher unwichtig.⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
ABER: Für unseren Mitarbeiter ist es wichtig, vielleicht sogar Problem Nr. 1 mit höchster Prioritätsstufe zu sein. ⠀⠀⠀⠀
Ist es eine Option, sich 2 Minuten Zeit zunehmen, um sich das Problem anzuhören und dem Mitarbeiter dann einen fixen Termin zur weiteren Besprechung zuzusichern?⠀

3. Tipp: Kläre Erwartungen!

Gespräche mit Mitarbeitern können sehr zielführend sein!

Egal ob eine spürbare Demotivation vorhanden ist oder nicht - spreche regelmäßig mit Deinem Team über deren Erwartungen. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
Das ist allerdings leichter gesagt als getan! 3 Dinge sind hier zu beachten:

⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
1.) Hinterfrage die Erwartungen wirklich genau! Wenn ein Mitarbeiter Dir erzählt, dass für seine Motivation der Dienstplan entscheidend ist, dann hinterfrage auch, WAS an der Dienstplanung für ihn wichtig / motivierend / demotivierend ist. Mitarbeiter A möchte lange Blöcke arbeiten, um dann mehrere Tage frei zu haben; Mitarbeiter B möchte maximal 4Tage am Stück arbeiten; Mitarbeiter C möchte regelmäßig alle 3 Schichten arbeiten,aber nicht gemischt in einem Dienstblock; Mitarbeiter D möchte maximal 6 Stunden täglich arbeiten,... Du merkst das Stichwort "guter Dienstplan" kann hunderte Facetten haben. ⠀⠀

⠀⠀⠀⠀⠀⠀
2.) Wecke nun aber keine falschen Erwartungen!Deine Mitarbeiter dürfen nach diesem Gespräch nicht die Überzeugung haben, dass all diese Erwartungen von Dir auch erfüllt werden können. Einen Dienstplan nach obigen Wünschen zu schreiben ist nicht immer oder in manchen Settings und Rahmenbedingungen gar nicht möglich.⠀

⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
3.) Sei transparent und erkläre warum manche Wünsche nur punktuell oder gar nicht berücksichtigt werden können. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
Ehrlichkeit und keine falschen Versprechungen zeichnen Dich in solchen Situationen als gute Leitung aus!

Freuen Sie sich auf den 2. Teil des Blogbeitrags "Mitarbeitermotivation", welcher nächste Woche erscheint.

Viele Grüße

Ihre Ina Grunenberg von der Care Management School

www.care-management-school.de

 

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