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Personen
8.1.2021

Eine nicht alltägliche Karriere

Eine Erfolgsgeschichte aus dem Hildegard von Bingen Senioren-Zentrum Laubenheimer Ried in Mainz.

Seniorenzentren
Hildegard von Bingen

Was möglich ist, wenn man eine Chance bekommt, zeigt Biljana Ilic, Wohnbereichsleiterin im Hildegard von Bingen Senioren-Zentrum Laubenheimer Ried in Mainz. Die 45 Jährige hat eine Karriere hingelegt, wie sie in kaum einer anderen Branche außer in der Pflege möglich ist: von der Küchenmitarbeiterin zur Wohnbereichsleitung. Und hier ist noch lange nicht Schluss. „Zu verdanken habe ich meine Karriere Einrichtungsleiterin Nazila Möller, sie hat mich unter ihre Fittiche genommen, gemeinsam haben wir meine persönliche Karriereleiter aufgemalt. Diesen Zettel trage ich heute noch bei mir“, erzählt Biljana Ilic.

Wohnbereichsleiterin Biljana Ilic

Dabei sei erwähnt: Ihrer Karriereplanung ist sie heute um fünf Jahre voraus! Zusammen sind die beiden, mit Pflegedienstleiter Dennis Hofstetter, seit der Eröffnung im Jahr 2014 in der Einrichtung, eine Kontinuität, die sich bemerkbar macht: „Ich fühle mich hier sehr wohl, wir sind zu einer Familie geworden, die gemeinsam durch dick und dünn geht. Dabei sind wir stets auf Augenhöhe, die Meinung eines jeden zählt, das ist ein schönes Gefühl. “Zur Pflege gekommen ist Biljana Ilic aus persönlichen Gründen. In ihrer Heimat Serbien hat sie ihre Großeltern gepflegt und gemerkt: „Es erfüllt mich, für jemanden da zu sein.“ Als sie 2012 mit ihrem Mann nach Deutschland kam, gab es zunächst keine Chance, in diesem Bereich zu arbeiten.

„Ich erkannte jedoch das Potenzial von Biljana und habe ihr nahe gelegt, eine Ausbildung zu machen, womit sie nach unserem Wechsel hierher ins HvB Senioren-Zentrum Laubenheimer Ried begann. Ich bin unheimlich stolz auf Biljana, wie sie ihre Ziele nicht aus den Augen verliert und trotz der Belastung, die eine Ausbildung mit sich bringen kann, tagtäglich mit so viel Energie und Freude bei der Arbeit ist, sodass unsere Bewohner und die Kollegen sie so sehr schätzen“,

berichtet Nazila Möller nicht ohne Stolz. Nach der Ausbildung zur Pflegeassistentin folgte jene zur Pflegefachkraft, zwei Jahre früher als geplant und mit der tollen Abschlussnote 1,8 - seit diesem Sommer ist Biljana Ilic nun Wohnbereichsleiterin. „Ohne Nazila Möller hätte ich all das nicht geschafft, sie hat mich in jeder nur erdenklichen Weise unterstützt, mir Türen geöffnet.“

Unterstützung bekam Biljana Ilic auch von Seiten des Unternehmens. Azubiausflüge und Feste mit allen Azubis des Trägers haben geholfen, in Deutschland anzukommen, neue Leute kennenzulernen. Spezielle Azubiförderungen und Boni für besonders gute Leistungen unterstützten zusätzlich. Und was sagt sie dazu, dass sie ihr Ziel auf dem Blatt Papier nicht nur fünf Jahre früher, sondern sogar schon mehr erreicht hat? Endet es hier? Biljana Ilic lacht: „Nein, tatsächlich zeichne ich gerade eine neue Karriereleiter. Mal schauen, was noch möglich ist. Aber mit dieser tollen Unterstützung, von Nazila Möller, von Dennis Hofstetter, von all den Kollegen in der Einrichtung, ist es egal, denn die Hauptsache ist: Die Arbeit macht mir unglaublich Spaß. Die Zufriedenheit der Bewohner, was sie einem zurückgehen, darum liebe ich meinen Job so sehr.“ Corona hat auch das Leben in der Einrichtung verändert. Die ersten Wochen während der ersten Welle im Frühling 2020 waren schwierig. „Aber in der Krise hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir hier im Haus alle an einem Strang ziehen, dass das Miteinander im Vordergrund steht. So konnten wir uns rasch anpassen.“ Auch das Verständnis der Angehörigen für die veränderte Situation sei wichtig gewesen. Und das Annehmen der Kontaktmöglichkeiten, die im Haus geschaffen wurde,: WhatsApp und Briefe schreiben, die vorgelesen wurden. Öfters mal zum Telefon greifen. Geholfen wurde überall, um in Kontakt bleiben zu können. Für Biljana Ilic ist es schade, dass sich so wenige junge Menschen für diesen Beruf entscheiden, und oft , ohne es zu versuchen, eine Ausbildung in der Pflege ablehnen.

Daher rät sie: „Probiert es aus, der Beruf lehrt so viel fürs Leben und gibt dabei so viel zurück.“

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